Ecuador Partnerschule

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Zur Ecuador-Patenschaft

Im Rahmen des Religionsunterrichtes sowie des Sachunterrichtes sollen die SchülerInnen folgende Kompetenzen erwerben:       

Die SchülerInnen lernen  …

  • die Lebensweisen, die Lebensbedingungen sowie kulturelle Besonderheiten von Kindern in anderen Erdteilen kennen und begegnen diesen mit Respekt.
  • Möglichkeiten kennen, Kindern in der „Dritten Welt“ zu helfen.
  • mit anderen rücksichtsvoll und verantwortungsbewusst umzugehen, für andere – insbesondere für Schwache – einzutreten.

Über persönliche Kontakte der Schulleitung lernten wir die Adolfo-Kolping-Schule in Yaruquies, Ecuador kennen. Die Schule liegt 2800 m hoch in den Anden, in der indianischen Provinz Chimborazo, die zu den ärmsten Provinzen des Landes gehört. Die Familien der SchülerInnen leben in extremer Armut, das heißt sie haben häufig weniger als 2 USD/Tag zur Verfügung.

Die von einem Pfarrer 1999 gegründete Adolfo-Kolping-Schule versucht, die gesellschaftlichen Probleme zu lösen, indem sie die benachteiligten indigenen Kinder in einen Bildungsprozess integriert und ihnen damit eine Zukunftschance gibt. Die Schule wird von ca. 300 indigenen SchülerInnen besucht, die einen sehr beschwerlichen Schulweg von oft über einer Stunde zu Fuß zurücklegen. Da der Unterricht von 07.00 bis 16.00 Uhr dauert, erhalten die Kinder ein kleines Frühstück und ein Mittagessen in der Schule. Dies ist für viele Kinder die einzige Mahlzeit am Tag. Auch kommen die SchülerInnen mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen zur Schule. Viele sprechen nur Quechua, die alte indianische Sprache und müssen erst die offizielle Landes- und Unterrichtssprache Spanisch lernen. Die Eltern können häufig nicht lesen und schreiben. 

Nach der Grundschule, die 6 Jahre dauert, können die SchülerInnen in der angegliederten Berufsschule in 3 Jahren einen Beruf (Schreiner, Schlosser, Mechaniker, Hotelfach) erlernen oder eine hauswirtschaftliche Grundausbildung machen. Auch können sie in zwei weiteren Jahren die Hochschulreife erlangen.

Über eine befreundete Lehrerin, die 2 Jahre ehrenamtlich an der Schule arbeitete, lernten wir die Schule, die Schüler und deren extreme Lebenssituation kennen. Unsere SchülerInnen wollten spontan helfen und teilen, überlegten sich verschiedene Aktionen und übernahmen zunächst eine Patenschaft.

Inzwischen unterstützt die Rosenburgschule die o. a. Schule bereits seit 10 Jahren in verschiedener Hinsicht:

  • 2 Patenkinder, Brayan und Maykel (Schulgeld, Schulkleidung, Essen)
  • Finanzierung von Lehr- und Lernmitteln (Fibeln, Atlanten, Globen, Seile und Bälle)
  • Fortbildung der Lehrkräfte

Für die Finanzierung veranstalten wir mit unseren SchülerInnen jedes Jahr kleine und große Aktionen. Die beiden vierten Klassen tragen bei der jährlichen “Dezember-Aktion“ eine besondere Verantwortung. Sie überlegen sich, wie sie die beiden Patenschaften (2x 250 €) pro Jahr finanzieren können und organisieren ideenreiche Aktionen. Es erfüllt sie mit Stolz, Patenkinder zu haben und helfen zu können. Mit den beiden Patenkindern bestehen Brieffreundschaften. Auch die Eltern unserer SchülerInnen unterstützen unser Projekt. Von 2006 bis 2016 wurde die Schule mit ca. 14.000 € unterstützt.